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Hamburg, Stadt der Pferde: Was vom Pferdezeitalter geblieben ist

22 Min. Lesezeit

Schwarz-Weiß-Foto eines gepflasterten Platzes mit wartenden Pferdedroschken und Kutschern, rechts ein Polizist mit Pickelhaube, im Hintergrund ein abgerundetes Eckhaus mit Reklameschriften und eine Straßenbahn.

Droschken auf dem Gänsemarkt, 1905. Hinter dem Polizisten fährt schon eine elektrische Straßenbahn; die Kutscher warten mit ihren Pferden auf Fahrgäste.

Auf dem Campus der Universität Hamburg steht ein Gebäude, das alle nur den Pferdestall nennen. Studierende verabreden sich dort zu Seminaren, und kaum jemand fragt, woher der Name kommt. Dabei ist er wörtlich zu nehmen. Und er führt zu einer Frage, die größer ist als ein Uni-Gebäude: Warum kommt uns eine Stadt ohne Pferde so selbstverständlich vor, wenn sie in der Geschichte europäischer Großstädte wie Hamburg eine junge Erscheinung ist?

Das letzte Jahrhundert der Pferde

Der Kulturhistoriker Ulrich Raulff hat dieser Frage 2015 ein ganzes Buch gewidmet: Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung. Raulff, damals Direktor des Deutschen Literaturarchivs in Marbach, beginnt mit einer Szene aus seiner Kindheit auf dem Land in den 1950er Jahren. Ein Cousin fährt mit einem schweren Mercedes Diesel quer über eine nasse Pferdeweide, gerät ins Rutschen und verfängt sich im Elektrozaun. Am Ende zieht ein belgisches Kaltblut das Auto zurück auf festen Grund. Raulff liest die Szene als Bild für einen Wendepunkt: Noch einmal spannt sich die alte Welt für die neue ins Geschirr, aber entschieden ist die Sache schon.

Sein Ausgangspunkt ist eine lange Dauer. Über Jahrtausende waren Pferde eine tragende Kraft menschlicher Gesellschaften, Raulff spricht von sechs Jahrtausenden; in den letzten Jahrhunderten prägten sie Verkehr, Landwirtschaft und Krieg in weiten Teilen der Welt. Sie zogen Pflüge und Wagen, trug Boten und Händler, entschied Schlachten und machte Herrschaft über große Räume erst möglich. Wer schnell sein wollte, musste beritten sein. Raulff nennt dieses Bündnis den „kentaurischen Pakt“, nach den Kentauren der griechischen Sage, halb Mensch, halb Pferd. Pferde begegnen uns heute überwiegend in Freizeit und Sport; als alltägliche Antriebskraft sind sie aus dem Stadtverkehr verschwunden. Gemessen an der langen Dauer davor ist das eine junge Erscheinung: In Deutschland endete das Pferdezeitalter nach Raulff erst um 1960.

Der Historiker Reinhart Koselleck hat 2003 vorgeschlagen, die Weltgeschichte nicht in Antike, Mittelalter und Neuzeit zu teilen, sondern in ein Vor-Pferdezeitalter, ein Pferdezeitalter und ein Nach-Pferdezeitalter. Raulff übernimmt die Einteilung und richtet den Blick auf die schmale Übergangszone dazwischen. Seine überraschendste Beobachtung: Die Mechanisierung verdrängte das Pferd zunächst nicht, sondern steigerte vielerorts noch den Bedarf. Die Trennung zog sich in mehreren Phasen über rund anderthalb Jahrhunderte hin. Im 19. Jahrhundert, als Eisenbahnen fuhren und in Mannheim und Cannstatt die ersten Verbrennungsmotoren liefen, war die Menschheit stärker auf Pferde angewiesen als je zuvor. Die wachsenden Städte brauchten Zugtiere für Omnibusse, Pferdebahnen, Droschken, Lieferwagen und Feuerwehren. Vor dem Ersten Weltkrieg lebten nach Raulff rund vier Millionen Pferde in Deutschland. In London waren es gegen Ende des 19. Jahrhunderts 300.000, in Manhattan um 1900 arbeiteten 130.000 Pferde gleichzeitig.

Erst danach brachen die Bestände innerhalb weniger Jahrzehnte ein. Raulff setzt das Ende des Pferdezeitalters im Prinzip mit dem Ersten Weltkrieg an, praktisch zog es sich bis nach dem Zweiten hin. In der Bundesrepublik grasten 1950 noch mehr als 1,5 Millionen Pferde, 1970 nur noch 250.000. Seitdem steigt die Zahl wieder, aber als Freizeit- und Sportpferde. Von der Partnerschaft, die über Jahrtausende Arbeit, Verkehr und Krieg bestimmt hatte, blieb die menschliche Hälfte übrig. Die andere wurde, wie Raulff schreibt, zum Bild. Der Historiker Hermann Heimpel hat den Verlust schon 1956 in einen Satz gefasst:

„Mit jedem Pferd verschwindet ein Zustand, der unsere Zeit mit der Zeit Karls des Großen noch verbindet.“

Hermann Heimpel auf dem Historikertag in Ulm 1956, zitiert nach Ulrich Raulff, Das letzte Jahrhundert der Pferde, 2015

Für die Stadt beschreibt Raulff, was dieser Zustand bedeutete. Die Großstadt des 19. Jahrhunderts bestand in einem heute kaum vorstellbaren Ausmaß aus Pferdeställen. Sie lagen hinter den Häusern und in den Blockinnenräumen, ein- bis zweistöckig, manchmal auf vier Etagen. Dazu kamen Remisen für die Wagen, Kutscherhäuser, Schmieden, Tierärzte, Tränken, Futterhandel und Abdeckereien. Kutscherhäuser und Remisen, schreibt Raulff, hätten sich bis heute in manchen Hinterhöfen erhalten. In Hamburg lässt sich das nachprüfen. Die amtliche Denkmalliste der Stadt führt Dutzende solcher Bauten. Man muss nur wissen, wonach man sucht.

Warum ein Uni-Gebäude Pferdestall heißt

Das Haus am Allende-Platz 1 wurde 1908 für das Hamburger Fuhrunternehmen Schlüter & Söhne gebaut, Architekt war Wilhelm Göhre. Es war kein Stall im ländlichen Sinn, sondern ein mehrgeschossiger Großstadtbau: Nach der Darstellung der Universität standen hier bis zu 200 Pferde mit ihren Droschken, im vierten Stock wohnten die Meister der verschiedenen Abteilungen des Betriebs. Die Denkmalliste führt das Gebäude bis heute als „Stall/Garage/Remise“ und beschreibt es als Haus eines Fuhr- und Equipagenunternehmens.

Viergeschossiger Backsteinbau mit Sandsteingliederung, Rundbogenfenstern im Erdgeschoss, einer Tordurchfahrt und Mansarddach mit Gauben; davor Bäume, Fahrräder und parkende Autos.
Abbildung 1 Der „Pferdestall“ am Allende-Platz, 2019. Hier standen bis zu 200 Pferde mit ihren Droschken; seit 1928 gehört das Haus der Stadt, heute arbeiten darin Sozialwissenschaftler der Universität.

Lange hielt sich das Geschäft nicht. Zwanzig Jahre nach dem Bau musste das Unternehmen nach einem Konkurs verkaufen. 1928 erwarb der Hamburger Senat das Gebäude für 500.000 Reichsmark und ließ es für die Universität umbauen. Aus dem Stall wurden Hörsäle und Institute, der Name blieb.

Wer vom Pferd lebte

Der Pferdestall war nur ein Gebäude unter vielen, die eine Pferdestadt brauchte, und die 200 Pferde darin brauchten Menschen, die sich um sie kümmerten. Raulff zitiert dazu den französischen Historiker Jean-Pierre Digard:

„Die Allgegenwart der Pferde machte den Fuhrmann, den Kutscher, den Kürassier, den Abdecker, den Zureiter, den Husar, den Landarbeiter, den Pferdehändler, den Hufschmied, den Reitknecht, den Stallmeister, den Postkutscher, den Tierarzt zu vertrauten Figuren in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.“

Jean-Pierre Digard, Une histoire du cheval, 2004, zitiert nach Ulrich Raulff, Das letzte Jahrhundert der Pferde, 2015

Hinter dieser Aufzählung stehen ganze Berufswelten. Direkt mit dem Tier arbeiteten Pferdeknechte und Stallmeister, die fütterten, putzten, ausmisteten und die Ställe führten; Kutscher und Fuhrleute, die Droschken, Lieferwagen und Pferdebahnen lenkten; Zureiter, die junge Pferde ausbildeten; Pferdehändler, die auf Märkten kauften und verkauften. Der Handel war anfällig für Betrug: Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts mehrten sich, so Raulff, die Schriften, die vor dem Rosstäuscher warnten, der Gebrechen und Alter eines Pferdes zu kaschieren suchte. Der Hufschmied schnitt die Hufe aus und beschlug sie, die Eisen und Nägel stellte er traditionell selbst her. Tierärzte untersuchten und behandelten, Futterhändler lieferten Heu und Hafer. Am Ende standen der Abdecker und der Rossschlachter.

Ein zweiter Kreis von Handwerken lebte vom Rüstzeug. Der Sattler fertigte aus Leder Sättel, Zaumzeug und Fahrgeschirr, darunter das Kummet, einen steifen, gepolsterten Ring um den Hals des Zugpferds, der die Zugkraft auf Schultern und Brust verteilt; schwere Lasten ließen sich nur damit ziehen, und jedes Kummet musste dem einzelnen Tier angepasst sein. Der Stellmacher oder Wagner baute aus Holz Räder und Wagen, der Wagenbauer Kutschen.

Entsprechend vielfältig waren die Bauten. Zur Pferdestadt gehörten:

  • Ställe, in der Großstadt auch über mehrere Geschosse.
  • Remisen und Kutscherhäuser für Wagen, Pferde und Kutscher, meist hinten auf dem Grundstück.
  • Reithallen und Reitbahnen für Ausbildung und Übung, in Hamburg vor allem in den Kasernen.
  • Schmieden, Stellmachereien und Sattlereien für Beschlag, Wagen und Geschirr.
  • Pferdemärkte, Tierkliniken und Futterhandlungen für Handel, Gesundheit und Versorgung.
  • Depots der Pferdebahn mit Wagenhallen und Ställen.
  • Abdeckereien und Pferdeschlachthöfe für das Ende.
  • Rennbahnen für den Sport.

Was davon verloren ging, war mehr als ein Satz Gebäude. Raulff betont, dass das Wissen um Aufzucht, Haltung und Gebrauch der Pferde im 19. Jahrhundert eigens erlernt werden musste. Mit den Pferden verschwand die Nachfrage danach. Manche Berufe gingen fast ganz unter: Der Stellmacher fand noch eine Zeit lang Arbeit im Waggon- und Karosseriebau und gilt heute als aussterbendes Handwerk. Andere wechselten das Material. Aus Sattlereien wurden Autosattlereien. Der Sitzhersteller Grammer geht auf eine Sattlerei zurück, die Willibald Grammer 1880 in Amberg eröffnete. Recaros Vorgänger gründete der Sattlermeister Wilhelm Reutter 1906 in Stuttgart als Carosserie- und Radfabrik. Beide Geschichten zeigen, wie handwerkliches Wissen in den Fahrzeugbau wanderte. Der Hufschmied ist geblieben, heute als Hufbeschlagschmied mit geregelter Ausbildung.

Remisen, Kutscherhäuser, Hinterhofställe

Der Pferdestall am Allende-Platz ist nicht der einzige erhaltene Stall der Stadt. Die Denkmalliste verzeichnet in den Villenvierteln an der Alster eine ganze Reihe von Remisen. Das Wort kommt vom französischen remettre, unterstellen. Eine Remise ist ein Wirtschaftsgebäude zum Unterstellen von Kutschen und Wagen, oft auch von Pferden. In der Stadt stand sie meist hinten auf dem Grundstück, und manche Remisen hatten Wohnungen für Kutscher oder Pferdeknechte. Gehören Wohnung, Stall und Wagenraum zusammen, spricht man auch vom Kutscherhaus. In der Warburgstraße 3 und 5 stehen Remisen von 1862, entworfen von Martin Haller, dem Architekten des Rathauses; heute sind es aufgestockte Bürogebäude. Haller baute auch die Remise am Harvestehuder Weg 13a von 1890/91, sein Büro Haller & Geißler die in der Milchstraße 11 in Pöseldorf von 1905/06. Weitere stehen im Mittelweg 38a, in der Hansastraße 9a, der Alten Rabenstraße 12b und 24a, der Jungmannstraße 41a und der Tesdorpfstraße 20a.

Reit- und Kutschpferde der Wohlhabenden standen, wie Raulff am Beispiel Bostons beschreibt, in der Nähe ihrer Besitzer, Arbeitspferde dort, wo gearbeitet wurde. In Hamburg standen sie auch in den Höfen der Wohnviertel. Hinter der Sierichstraße 30 in Winterhude sind fünf Stallgebäude als Hofbebauung von 1902 erhalten, in der Dorotheenstraße 17 ein Stall- und Werkstatthaus von 1908, in der Karlstraße 38a auf der Uhlenhorst ein Pferdestall vom Ende des 19. Jahrhunderts. Auch Betriebe hielten eigene Pferde: Zur Großbäckerei „Produktion“ in der Hegestraße gehörte ein Stall, und an der Hasenhöhe steht ein Stall von 1901, den die Königlich Preußische Eisenbahndirektion Altona entwarf.

An der Elbchaussee gehörten Ställe zu den Landhäusern. Das Stallgebäude Thornton, „Halbmond“ genannt, an der Elbchaussee 228 wurde 1796 nach einem Entwurf von Christian Frederik Hansen gebaut und um 1820 wieder aufgebaut, vermutlich von Johann Matthias Hansen. An der Elbchaussee 159a, Ecke Övelgönne 25, stehen Kutscherhaus und Pferdestall von 1894.

Markt, Tierarzt und Schmiede

Dass Hamburg Pferde nicht nur hielt, sondern auch handelte, steht noch auf dem Stadtplan. Der alte Pferdemarkt der Altstadt, im 13. Jahrhundert zuerst erwähnt, heißt seit 1946 Gerhart-Hauptmann-Platz. Der Pferdehandel war da längst vor die Tore gezogen, auf den Platz am Heiligengeistfeld, der seit 1841 Neuer Pferdemarkt heißt. Rund um ihn ließen sich Kommissionäre, Tierärzte und Wagenbauer nieder. Die Wagenbaufabrik F. Sachs & Co. am Neuen Pferdemarkt 27 von 1893 steht unter Denkmalschutz.

Im Hof des Hauses Nummer 23 ist ein ehemaliger Veterinärhof erhalten, ein Ensemble aus Tierklinik und Stall mit dem historischen Hofpflaster; das Stallgebäude stammt von 1904. Über einem Fenster ist eine verblasste Aufschrift zu erkennen. Lesbar sind die Wörter „Ohne vorherige Untersuchung“ und darunter „… in den Stall …“. Gemeint war offenbar: kein Pferd in den Stall ohne vorherige Untersuchung.

Zu den Ställen gehörten Schmieden, in denen die Pferde beschlagen wurden. Am Grasweg 6a in Winterhude steht eine ehemalige Schmiede und Stellmacherwerkstatt von 1891, 1895 erweitert; der Stellmacher baute die hölzernen Teile der Wagen. Die Polizeikaserne am Veddeler Damm bekam 1926/27 neben Wagenschuppen und Stall noch eine eigene Schmiede. In Bergstedt erinnert die Straße Alte Schmiede an die Dorfschmiede; die ehemalige Schmiede steht noch, ein paar Häuser weiter lag ein Futter- und Brennstoffhandel.

Zwei weiß verputzte Gebäude mit dunklen Ziegeldächern an einer Straße; links ein Wohnhaus mit Zwerchgiebel, rechts ein Werkstattbau mit großen Glastoren und dem Schild „Kfz-Meisterbetrieb“; davor eine Wiese.
Abbildung 2 Die ehemalige Schmiede an der Straße Alte Schmiede in Bergstedt, 2015. Am Gebäude hängt heute das Schild einer Kfz-Werkstatt.

Die Husaren in Marienthal

Langgestreckter Backsteinbau mit Mittelrisalit und weiß abgesetztem Giebel, großen Fenstern und Dachgauben; davor parkende Autos auf gepflasterter Straße.
Abbildung 3 Die Reithalle der früheren Husarenkaserne in Marienthal, 1913/14 gebaut, aufgenommen 2011.

Raulffs Pferdezeitalter war auch ein Zeitalter der Kavallerie. In Hamburgs Nachbarstadt Wandsbek stand ab Juni 1871 das Husaren-Regiment (Hannoversches) Nr. 15, die Wandsbeker Husaren; den Namen der niederländischen Königin Wilhelmina erhielt es erst 1898. Ihre Kaserne lag im heutigen Marienthal. Davon stehen noch die Pferdeställe von 1887 am Husarenhof und an der Rennbahnstraße, die Reithalle von 1913/14 und ein Stabsgebäude. Ende September 1919 wurde das Regiment aufgelöst.

Die weitere Nutzung des Geländes liest sich wie eine Kurzfassung der Trennung von Mensch und Pferd. Nach den Husaren zog die Polizei ein. Nach 1945 nutzte die Verkehrspolizei den Platz als Sammelstelle für abgeschleppte Autos; nach Angaben der Geschichtswerkstatt Wandsbek war hier bis in die 1980er Jahre die Verkehrsstaffel Ost untergebracht. Heute ist das Gelände ein Wohnquartier. Die Ställe wurden entkernt, hinter den alten Mauern entstanden Wohnungen.

In der Grünanlage Am Husarendenkmal stehen zwei Denkmäler des Regiments: ein Gedenkstein für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs von 1923 mit dem Relief eines abgesessenen Husaren, entworfen von Oskar Erwin Ulmer, und ein bronzener Meldereiter von Johann Jaenichen aus dem Jahr 1938. Die Straße heißt seit 1938 so; Anlass waren Regimentstage im Mai jenes Jahres. Beide sind umstritten. Die Geschichtswerkstatt Wandsbek forderte 2020, ihre Entstehung zu erklären, und sieht vor allem den Meldereiter im Zusammenhang mit der Kriegsvorbereitung der NS-Zeit.

Pferdebahn, Mist und Lärm

Auf den Straßen zogen die Pferde Droschken, Lieferwagen und Omnibusse. Seit August 1866 fuhren in Hamburg auch Pferdebahnen, von Pferden gezogene Wagen auf Schienen.

Vom Betrieb mit Pferden selbst ist wenig erhalten. Das Depot der ersten Gesellschaft auf dem früheren Gut Wendemuth in Wandsbek hatte Ställe für 145 Pferde; auf dem Gelände steht heute ein Busbetriebshof. In Hoheluft-West dagegen liegt zwischen den Häusern Gärtnerstraße 13 und 19 ein Spielplatz auf dem Gelände eines Depots, das 1888 als Pferdebahnhof gebaut und später von der Straßenbahn genutzt wurde, bis es 1936 schloss. Die Hallen auf dem Spielplatz sind Nachbauten von 1997. Die Schienen im Pflaster sind Originale aus dem Depot; ob sie noch aus der Pferdebahnzeit stammen oder aus der späteren Straßenbahnzeit, ist offen.

Kopfsteinpflaster mit eingelassenen, rostbraunen Rillenschienen, die sich in einer Weiche kreuzen; zwischen den Steinen wächst Gras.
Abbildung 4 Rillenschienen auf dem Spielplatz Gärtnerstraße in Hoheluft-West, 2024. Hier lag ein Depot, das als Pferdebahnhof begann.

Die Denkmalliste verzeichnet Gebäude. Die Pferdestadt bestand aber auch aus Geräuschen und Gerüchen, die keine Liste festhält. Raulff erinnert daran, wie Hufeisen und Wagenräder auf dem Kopfsteinpflaster klangen und Peitschen knallten, und dass die Stadtbeschreibungen des 19. Jahrhunderts voll sind von Klagen über Lärm und Gestank. Für New York um 1900 nennt er Zahlen: Jeden Tag fielen dort 1100 Tonnen Mist und 270.000 Liter Urin auf die Straßen, und jeden Tag wurden zwanzig tote Pferde abtransportiert. Von den Pferdeäpfeln lebten auch die Spatzen, denn darin steckten unverdaute Haferreste. Als die Pferde verschwanden, traf das, so Raulff, die Spatzen schwer.

Durchgegangen, gestürzt, überfahren

Wo so viele Pferde unterwegs waren, gehörten Unfälle zum Alltag. Die Lokalseiten der Hamburger Zeitungen meldeten sie fast täglich, unter Überschriften wie „Unfälle“ oder „Scheues Pferd“. Ein Pferd ging durch und rannte in eine Schaufensterscheibe, ein Geschäftswagen stieß mit einem Pferdebahnwagen zusammen, ein Fahrgast sprang während der Fahrt ab und stürzte. Das Hamburger Volksblatt Die Reform warnte 1890, das Abspringen von fahrenden Pferdebahnwagen habe „schon so manchen Unglücksfall zur Folge gehabt“.

Einige Meldungen sind spektakulär. Am 14. Juni 1845 rollte am Steinhöft ein Wagen, der gerade mit Mauersteinen beladen wurde, samt den Pferden ins Fleet; Pferde und Wagen wurden unbeschädigt wieder herausgeholt. Am Abend des 29. Mai 1887, einem Sonntag, stießen an der Neuen Burg ein Pferdebahnwagen aus Richtung Altona und ein Omnibus so heftig zusammen, dass die Deichsel des Pferdebahnwagens eines der Omnibuspferde aufspießte. Das Tier saß so fest darauf, dass die Deichsel herausgeschnitten werden musste. Mit dem Ambulanzwagen des Tierschutzvereins kam es in den Stall und verendete dort kurz darauf.

Glimpflicher ging ein Unfall am 11. Februar 1893 Bei dem Neuen Krahn aus. Dort stürzte ein Pferd über die Mauer ins Fleet, zusammen mit seinem Kutscher, der es hatte halten wollen. Der Kutscher fiel ins Wasser und wurde von Arbeitern herausgezogen. Das Pferd blieb an der Kette des Krans hängen. Erst der Zug 1 der Feuerwehr bekam es frei und brachte es, so das Hamburger Fremdenblatt, „heil wieder auf ebenes Pflaster“.

Für Menschen endeten solche Unfälle oft schlimmer. Im Juni 1887 wurde ein Mädchen, die Tochter eines Grünwarenhändlers von der Horner Landstraße, von einem Pferdebahnwagen überfahren und starb am nächsten Tag im Krankenhaus. Im Februar 1893 starb ein Schuljunge, den die Altonaer Pferdebahn in St. Pauli überfahren hatte.

Abdecker und Pferdeschlachter

Wie kurz das Arbeitsleben eines Stadtpferds sein konnte, zeigt Raulff am Beispiel Londons, gestützt auf eine Beschreibung von 1893: Omnibuspferde kamen dort mit etwa fünf Jahren in den Dienst und wurden im Durchschnitt zehn Jahre alt, Pferde der Straßenbahn seien „schon nach vier Jahren erledigt“. Viele wurden danach an Gewerbe mit leichterer Last verkauft oder gingen aufs Land. Die Kadaver holte der Abdecker, auch Schinder genannt, ein Beruf, der lange als unehrlich galt. In Kleists Michael Kohlhaas findet der Rosshändler seine Rappen am Karren eines Abdeckers wieder, und schon dadurch gelten die Tiere als entehrt. In London verarbeiteten die Abdeckereien nach derselben Quelle jährlich 26.000 Pferde zu Katzenfutter und Dünger. In den Städten, in denen Pferdefleisch gegessen wurde, sah man nach Raulff Gruppen lahmender Pferde auf dem Weg zum Schlachthaus.

Holzstich: Unter strömendem Regen treiben zwei Männer, einer zu Fuß, einer reitend, eine Gruppe abgemagerter Pferde über eine nasse Straße; links Häuser mit hohen Schornsteinen, rechts Frauen mit Kopftüchern.
Abbildung 5 Pferde auf dem Weg zum Schlachthof, Holzstich nach Alphonse de Neuville, 1870. Das Blatt zeigt Paris während der Belagerung, als Pferde zu einer der letzten Fleischquellen der Stadt wurden.

Hamburg gehörte zu diesen Städten. Zum Zentralschlachthof an der Sternschanze, 1892 eröffnet, kam 1895 ein eigener Pferdeschlachthof. Der Schlachthof lag nur wenige hundert Meter vom Neuen Pferdemarkt entfernt. Rossschlachtereien gibt es bis heute. Die Ross-Schlachterei Poggensee in Eimsbüttel verkauft Steak, Sauerbraten, Brüh- und Rohwürste aus Pferdefleisch. Geschlachtet werden dort nach Angaben der Familie überwiegend alte oder verletzte Pferde aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen; die Schweife gehen an einen Hersteller von Peitschen. In Harburg besteht die Roßschlachterei Schulenburg seit 1980.

Vom Stall zur Garage

Sepiafoto: Auf einem gepflasterten Platz steht ein hohes Rammgerüst, aus dem Dampf aufsteigt, daneben Betonpfähle und Arbeiter; rechts zwei Pferde mit Decken vor einem Wagen, dahinter eine elektrische Straßenbahn; im Hintergrund alte Fachwerk- und Etagenhäuser und eine Brücke.
Abbildung 6 U-Bahn-Bau in Hamburg, laut Archivdatierung 1939. Neben der Baustelle mit einer Dampframme steht ein Pferdegespann, dahinter fährt eine elektrische Straßenbahn. Aufnahme von Willy Pragher.

Das Ende der Pferdestadt lässt sich in Hamburg an Bauten ablesen, die nur wenige Jahre auseinanderliegen. Neben dem Pferdestall, am Allende-Platz 3, Ecke Grindelhof, steht eine Halle, die 1913 gebaut wurde, nur fünf Jahre nach dem Stall. Die Denkmalliste nennt sie „Automobilhalle“. Wer sie entworfen und wer sie in Auftrag gegeben hat, ist dort nicht ermittelt. Seit 1970 ist darin das Kino Abaton. An einer einzigen Platzecke stehen damit der Stall des Pferdezeitalters und die Garage des Autozeitalters nebeneinander.

Und manchmal zeigt schon ein Wort den Übergang. Zur Villa am Philosophenweg 12 gehört eine Garage von 1904. Die Denkmalliste nennt sie, nach dem Sprachgebrauch ihrer Zeit, „Auto-Remise“.

Am Neuen Pferdemarkt steht Beim Grünen Jäger 11 und 13 eine Großgarage mit Werkstatt und Tankstelle von 1926, ebenfalls ein Denkmal, wenige Schritte vom Veterinärhof von 1904 entfernt.

Ab 1894 wurde die Straßenbahn elektrifiziert, die letzte Pferdebahn fuhr am 27. Dezember 1922. Was danach an der Hauswand blieb, beschreibt der Beitrag über die Oberleitungsrosetten. Im selben Jahr 1922 wurde in Blankenese aus einem Pferdestall von 1889 an der Blankeneser Landstraße 41 eine Feuerwache. An der Bergstedter Schmiede hängt heute das Schild einer Kfz-Werkstatt.

Rennbahnen

Am längsten haben sich die Pferde dort gehalten, wo der Sport ihre frühere Rolle im Verkehr überdauerte. Raulff zählt Hamburg zu den frühen deutschen Rennplätzen: Ab 1835 wurde auf den Wandsbeker Feldern gelaufen, ab 1855 auf der Horner Rennbahn, wo seit 1869 das Derby stattfindet. Die Zuschauertribüne von 1912 nach einem Entwurf von Otto March steht unter Denkmalschutz. Ihre Adresse ist die Rennbahnstraße – dieselbe Straße, an der auch Pferdeställe der Husarenkaserne liegen.

Luftbild einer großen ovalen Grünfläche mit Rennbahn, umgeben von Wohnblöcken, Kleingärten und Bäumen; im Hintergrund Hochhäuser.
Abbildung 7 Die Horner Rennbahn aus der Luft, 2023. Galopprennen werden hier seit 1855 gelaufen.

Andere Bahnen sind verschwunden, ihre Form nicht. Die Trabrennbahn in Farmsen wurde am 6. August 1911 eröffnet, das letzte Rennen lief am 25. Februar 1976. In den 1990er Jahren entstand auf dem Gelände eine Wohnanlage, gebaut in das Oval der alten Bahn. Der U-Bahnhof heißt bis heute „Trabrennbahn“, und Straßen in der Siedlung tragen die Namen berühmter Trabrennfahrer wie Charlie Mills und Johannes Frömming.

Woran man die Pferdezeit erkennt

Wer nach Bauten der Pferdestadt sucht, sollte zuerst nach hinten schauen. Ställe und Remisen standen, wie Raulff schreibt, meist hinter den Häusern oder im Inneren der Häuserblöcke; die Denkmalliste nennt sie entsprechend „Hofbebauung“ oder „Hinterhaus“. Die Ställe hinter der Sierichstraße 30 und das Hinterhaus der Dorotheenstraße 17 liegen nur rund 25 Meter auseinander im selben Block.

Dann können ein paar Merkmale helfen. Keines ist für sich ein Beweis; erst mehrere zusammen, die Baugeschichte oder eine Inschrift machen aus einem Verdacht einen Befund.

  • Tore und Durchfahrten. Wagen und Pferde mussten in den Hof. Am Pferdestall am Allende-Platz führt eine hohe Tordurchfahrt durch das Haus.
  • Prellsteine. An Hausecken und Toreinfahrten standen kniehohe, gerundete Steine oder Eisenteile, an denen Wagenräder abglitten. Viele wurden im 20. Jahrhundert entfernt, als die Fahrzeuge breiter wurden.
  • Wohnungen über dem Stall. Zu manchen Remisen gehörten Wohnungen für Kutscher und Pferdeknechte. Im Pferdestall der Universität wohnten die Meister im vierten Stock, und die Denkmalliste führt Bauten ausdrücklich als „Kutscherhaus“ oder „Lagergebäude mit Kutscherwohnung“.
  • Ladeluken und Flaschenzüge. Sie zeigen zunächst nur, dass Lasten in die oberen Geschosse mussten, und finden sich an vielen Lager- und Gewerbebauten. Am Veterinärhof Neuer Pferdemarkt 23 hängt an der Längsseite des Stalls noch ein Flaschenzug.
  • Ringe in der Wand. Eiserne Ringe können auf Anbindestellen hinweisen; was sie waren, muss man am einzelnen Bau prüfen. Am ehemaligen Pferdestall der Stadtbahn im brandenburgischen Forst führt die Denkmalpflege sie ausdrücklich als Zeugnis der früheren Nutzung an.
  • Pflaster und Inschriften. Kopfsteinpflaster im Hof sagt für sich wenig. Zusammen mit einer Inschrift wie der über einem Fenster des Stalls am Neuen Pferdemarkt, wo auch das Hofpflaster unter Denkmalschutz steht, wird es aussagekräftig.
  • Namen. Ein Uni-Gebäude namens Pferdestall, Straßen wie Neuer Pferdemarkt, Rennbahnstraße, Husarenhof oder Alte Schmiede, eine Garage, die „Auto-Remise“ heißt.

Ein Merkmal übersieht man, weil es überall ist. Raulff beschreibt den Bürgersteig mit erhöhter Bordsteinkante, der um 1780 in England und Frankreich aufkam, als eine Antwort auf den Verkehr der Pferde: Die Kante trennte den Weg der Fußgänger von dem der Wagen. Sie ist geblieben, als die Pferde gingen.

Was bleibt

Das Pferd ist auch als Zeichen in der Stadt geblieben: im Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. von Johannes Schilling, 1903 auf dem Rathausmarkt enthüllt und heute in den Wallanlagen, im heiligen Georg zu Pferde, einem Apothekenzeichen von 1852/59 in der Langen Reihe, im Meldereiter von Marienthal. Das sind Bilder. Die Ställe, Remisen und Gleise dagegen erinnern an Arbeit, an Tiere, die gefüttert, beschlagen, untersucht, eingespannt und ersetzt wurden.

Raulff fragt am Ende seines Buches, wie lange Menschen nach dem Ende des Pferdezeitalters noch in unscheinbaren Überresten die Kontur des Pferdes erkennen werden. In Hamburg genügt dafür ein Gang über den Universitätscampus. Wer im Pferdestall eine Vorlesung hört, sitzt in einem Gebäude, das für 200 Pferde gebaut wurde und nur rund zwanzig Jahre lang Pferde beherbergte.

Quellen und Literatur

Grundlage

  • Ulrich Raulff: Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung, München: C.H.Beck 2015, 1. Auflage (E-Book-Ausgabe ohne Druckseitenzählung). Herangezogen: Einleitung „Der lange Abschied“ (Kindheitsszene, sechstausend Jahre, kentaurischer Pakt, Koselleck 2003, Heimpel 1956, höchster Pferdebedarf im 19. Jahrhundert), Kapitel „Die Pferdehölle“ (Zahlen zu London nach W. J. Gordon, The Horse World of London, 1893; Digard-Zitat zu den Pferdeberufen nach J.-P. Digard, Une histoire du cheval, Paris 2004, S. 166; erlerntes Pferdewissen; Pferdezahlen London und New York, Bürgersteig und Bordstein, Lärm und Gestank, Mist und Urin in New York, Lebensdauer der Stadtpferde, Abdeckerei in London, Weg zum Schlachthaus, Ställe, Remisen und Kutscherhäuser in der Stadt), Kapitel „Ein Unfall auf dem Land“ (Pferdebestand in Deutschland vor 1914, 1950 und 1970, Spatzen und Pferdeäpfel, Dorfschmiede), Kapitel „Napoleon“ (Abdecker in Kleists Michael Kohlhaas), Kapitel „Kenner und Täuscher“ (Pferdehändler und Rosstäuscher), Kapitel „Blood and speed“ (Rennplätze Berlin 1829, Breslau 1833, Hamburg und Königsberg 1835) und Schlusskapitel (Frage nach den unscheinbaren Überresten).

Denkmalliste

  • Denkmalliste der Freien und Hansestadt Hamburg, abgerufen über die offene Schnittstelle der Stadt, api.hamburg.de/datasets/v1/denkmalschutz, am 27. Oktober 2026. Einträge (Denkmalnummer): Allende-Platz 1 (19298), Allende-Platz 3 / Grindelhof 14 (29249), Warburgstraße 3, 5 (19202), Harvestehuder Weg 13a (19540), Milchstraße 11 (18676), Mittelweg 38a (18647), Hansastraße 9a (19456), Alte Rabenstraße 12a, 12b (29105) und 24a (29085), Jungmannstraße 41a (43796), Tesdorpfstraße 20a (28124), Sierichstraße 30a–e (22010), Dorotheenstraße 17 (21579), Karlstraße 38a (21681), Hegestraße 28a–40 (29575), Hasenhöhe 54 (43932), Elbchaussee 228 (18018), Elbchaussee 159a / Övelgönne 25 (43832), Blankeneser Landstraße 41 (15311), Philosophenweg 12 (23101), Neuer Pferdemarkt 23 (29314), Neuer Pferdemarkt 27 (13334), Beim Grünen Jäger 11, 13 (12752), Husarenhof 9–9l und Rennbahnstraße 131, 133 (26717), Husarenhof 11–11f (24683), Am Husarendenkmal 18 (26549), Ensemble Husarenkaserne Marienthal (31007), Kriegerdenkmäler Am Husarendenkmal (24698, 24699), Rennbahnstraße 96 (46151), Lange Reihe 39 (13590), Kaiser-Wilhelm-Denkmal in den Großen Wallanlagen (12623), Grasweg 6a (20943), Worthdamm 49a (14520), Alte Schmiede 6 (27115) und 12 (27109), Sternstraße 2, Schlachthof (13544). Die Kartenlinks im Text suchen in Google Maps nach der jeweiligen Adresse oder dem Ortsnamen; jeder Link wurde am 27. Oktober 2026 aufgerufen und trifft den gemeinten Eintrag.

Zeitungsberichte

Hamburger Zeitungen im Deutschen Zeitungsportal, Digitalisate der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, gelesen im maschinell erkannten Volltext am 27. Oktober 2026.

  • Der Freischütz, 28. Juni 1845, S. 7; Wagen mit Pferden am Steinhöft ins Fleet.
  • Die Reform, 1. Juni 1887, S. 1; Zusammenstoß an der Neuen Burg, durchgehendes Pferd in der Großen Johannisstraße.
  • Die Reform, 23. Juni 1887, S. 1; tödlich verunglücktes Mädchen von der Horner Landstraße.
  • Die Reform, 20. Juli 1888, S. 1; Geschäftswagen und Pferdebahnwagen an der Schürbeckstraße.
  • Die Reform, 12. November 1890, S. 2; Abspringen von Pferdebahnwagen.
  • Die Reform, 9. April 1891, S. 6; „Scheues Pferd“ an der Alster.
  • Hamburger Fremdenblatt, 13. Februar 1893, S. 6; Pferd und Kutscher Bei dem Neuen Krahn, tödlich verunglückter Schuljunge in St. Pauli.

Darstellungen und Onlinequellen

Onlinequellen zuletzt geprüft am 27. Oktober 2026. Für diesen Beitrag ließen sich nicht belegen: eine Zahl der Pferde in Hamburg um 1900, wie viel Mist in Hamburg täglich anfiel und wohin er ging, und wie viele Menschen jedes Jahr durch Pferde und Fuhrwerke verletzt oder getötet wurden. Die Deutung, Veterinärhof und Großgarage am Neuen Pferdemarkt zeigten den Übergang vom Pferd zum Auto, ist eine Schlussfolgerung dieses Beitrags aus den Baujahren der Denkmalliste.

Bildnachweise

  • Beitragsbild: Paul Wutcke, Gänsemarkt, 1905, Staatsarchiv Hamburg. Wikimedia Commons, gemeinfrei (Urheber gestorben 1945). Unverändert.
  • Abbildung 1: Pauli-Pirat, Allende-Platz 1 in Hamburg-Rotherbaum, 18. September 2019. Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Auf 2000 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
  • Abbildung 2: Vitavia, Alte Schmiede 6, Hamburg-Bergstedt, 8. März 2015. Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Auf 2000 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
  • Abbildung 3: Ajepbah, Reithalle, Am Husarendenkmal (Hamburg-Marienthal), 26. September 2011. Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Auf 2000 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
  • Abbildung 4: Vitavia, Spielplatz Gärtnerstraße 13-19, Rillenschienen, Hoheluft-West, 6. Juni 2024. Wikimedia Commons, CC BY 4.0. Auf 2000 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
  • Abbildung 5: Alphonse de Neuville, Chevaux menés à l’abattoir, Holzstich in L’Illustration européenne, 1870, Nr. 47, S. 373. Wikimedia Commons, gemeinfrei (Urheber gestorben 1885). Auf 2000 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
  • Abbildung 6: Willy Pragher, U-Bahn-Bau in Hamburg, Filmnegativ, laut Archiv 1939, Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 016713a. Wikimedia Commons, CC BY 4.0. Auf 2000 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
  • Abbildung 7: Sebastian Koppehel, Horner Rennbahn, Luftbild, 6. Juni 2023. Wikimedia Commons, CC BY 4.0. Auf 2000 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.

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